Grothusenkoog bei Sankt Peter-Ording

... ein Ort mit Charme und Geschichte

Am 10. Januar 1693 übertrug Herzog Christian Albrecht dem Generalleutnant Otto Johann von Grothusen das Recht zur Eindeichung der vorderen Gemeinden Welt, Vollerwiek, Kirchspiel Garding und Tating und des anliegenden Vorlands. Dadurch erhoffte sich der Landherr einen größeren Einfluss und finanziellen Vorteil durch Steuereinnahmen.

Erst einmal war der Koog allerdings von diesen Abgaben befreit, damit für Grothusen und seine Mitinteressenten ein Anreiz geschaffen war. Nach vielen Ungereimtheiten und Auseinandersetzungen mit den angrenzenden Gemeinden konnte Grothusen mit dem Bau des Deiches beginnen, der bereits im Herbst 1693 geschlossen wurde.

Da Herr Grothusen kein Vermögen hatte, suchte er sich zur Finanzierung des Deichbaues Partner, unter anderem den begüterten Deichgrafen und Staller Ove Lorenz aus Welt. So kam es, dass nach dem Tode Grothusens 1697 Ove Lorenz in den Besitz des ganzen Kooges kam.

1717 kam es zu einer schweren Nordsee Sturmflut am ersten Weihnachtstag, welche den Deich des Kooges brechen ließ. Neun Menschen fielen den Fluten zum Opfer. Die Ausbesserungsarbeiten waren damals mit erheblichem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Ursprünglich befanden sich in diesem Koog vier sogenannte Haubarge, die durch Sturm und Feuer verändert wurden. Der Koog bildet eine eigene Gemeinde und gehört kirchenmäßig zur Gemeinde Welt / Vollerwiek.

Heute ist Grothusenkoog die kleinste Gemeinde der Halbinsel Eiderstedt mit 23 Einwohnern - auf 3 Quadratkilometer Land.